Füll dein Leben mit Ästhetik

Design ist eine Frage der Haltung. Hier schaffen wir Raum, damit DesignerInnen, InnenarchitektInnen und BadplanerInnen ihre Ideen teilen können: zu Trends und Entwicklungen, Formen und Materialien, Nachhaltigkeit und Design.

Tanz der Kontraste

Eine Chromplatte, die zum Spiegel wird? Cyrus Ghanai hat sie gerade im Bad eines seiner Kunden eingeplant, weil der sich in der Dusche rasiert. Die Idee ist typisch Ghanai: Der Innenarchitekt und Designer ist einer der profiliertesten Badplaner Deutschlands und kreativer Querdenker der Szene. 

Porträt Cyrus Ghanai © Michel Comte

Er kombiniert ungewöhnliche Materialien, inszeniert Licht, schafft Atmosphäre – und macht so auch aus kleinen Naßzellen High-End-Bäder mit Persönlichkeit. Cyrus ist einer unserer langjährigen Partner, wenn‘s um neue Ideen und Trends geht. Ein paar davon stellt er hier vor.

Self Care, Ruhe, Entspannung – davon haben wir doch alle mehr nötig. Was braucht also ein Bad, damit es zum „Hier-will-ich-verweilen-Ort“ wird? 

Atmosphäre und Licht! Die vorhandenen Oberflächen in einem Badezimmer sind ja aus funktionalen und hygienischen Gründen meistens hart und robust. Dagegen setze ich mit Licht, Textilien, Farben, Formkontrasten einen Gegenpol, der Spannung erzeugt. Die Stimmung verändert sich. Manchmal reichen schon Vorhänge oder Rollos aus. Wenn es der Platz zulässt auch ein Hocker oder Bank. 

Licht wiederum sollte nie nur seine Funktion erfüllen. Es definiert Räume und lenkt den Blick. Spots über dem Waschtisch inszenieren seine Materialität. 

Aber natürlich muss auch Licht zum Schminken oder Rasieren aufs Gesicht fallen. In der Dusche oder an der Badewanne wiederum, kann ich durch eine Lichtvoute die Materialität der Wand hervorheben. Aber auch hier erhelle ich immer mit Spots den Boden, weil ich die schöne Materialität und Farbigkeit der Dusche betonen will.

Und natürlich spielt auch Musik eine Rolle. Im Idealfall umhüllt mich der Klang aus Lautsprechern, die in Wand und Decke integriert sind. Ein Detail, das aber den großen Unterschied macht: Steckdosen in Schubladen, sodass ich Fön, Lockenstab und die Charge Station für den Rasierer nicht immer umständlich ein- und ausstecken muss. 

„Materialität und Oberflächen der Badelemente von Bette sind es absolut wert, durch Tageslicht und Spots in Szene gesetzt zu werden.“ Cyrus Ghanai

Puristische Bette-Formen, Naturtöne und schwarze Armaturen: Ghanai arbeitet mit Kontrasten und erzeugt so Spannung.

Minimalistisch, Opulenz, Boheme – wie schaut es aus, das Badezimmer 2020?

Auf jeden Fall ganz oder fast fugenlos. Großformatige Fliesen, die bis zu einem Meter breit und drei Meter hoch sind, schaffen einen modernen Look. An bewusst ausgewählten Stellen setzen wasserresistente Vliestapeten mit und ohne Struktur, großformatige Bilder oder Farbflächen ungewöhnliche Akzente. Das Schöne an diesen Materialien: Im Gegensatz zur Fliese kann ich sie problemlos austauschen und so dem ganzen Bad einen neuen Stil geben. Farbige Keramik wird wieder eine große Rolle spielen, vor allem Naturtöne, aber auch Schwarz und unterschiedliche Abstufungen von Weiß. Das gilt übrigens auch für die Armaturen. Und: Messing löst Kupfer ab! 

„Es geht um Charakter und Emotion.“

Das Bad gewinnt als Ort einer eigenständigen Architektur mehr und mehr an Bedeutung. Dementsprechend fordert dieser Raum neue Gestaltung und Funktionen. Der freischaffende Produktdesigner Dominik Tesseraux und Sven Rensinghoff, Marketingleiter bei Bette, sprechen über Trends und Teamwork.

Herr Tesseraux, Herr Rensinghoff, was verrät die Einrichtung eines Bades über seine Bewohner?

DT Das Bad ist sicherlich der intimste Raum. Es geht heute nicht mehr um Funktion oder Status, sondern um Charakter und Emotion. Das Bad wird erstmalig als Lebensraum begriffen und dementsprechend vielfältig inszeniert.

SR Und das Bad verrät heute sehr viel über den Stil seiner Bewohner. Dieser Raum hat mittlerweile einen ganz anderen Stellenwert als noch vor zwanzig Jahren. Da hat man sich dort gewaschen und das war’s. In der Zwischenzeit ist ein ganz neues Körperbewusstsein entstanden: Der Mensch begreift das Bad als Wohlfühloase, bleibt dementsprechend länger in diesem Raum und richtet sich seine individuelle Stilwelt ein.

Sven Rensinghoff arbeitet seit 1996 bei Bette und ist verantwortlich für Marketing und Produktmanagement. Seit 2017 ist er Mitglied der Geschäftsleitung. © Christof Jakob

Wohin entwickelt sich dieser von Ihnen beschriebene Trend und mit welchen Produkten hat Bette bisher reagiert?

SR Mit der Linie BetteLux Shape haben wir mit Dominik ein komplettes Einrichtungskonzept entwickelt, in der die Badewanne eben nicht irgendwo verbaut ist, sondern selbstbewusster Bestandteil der Architektur eines Badezimmers und so gesehen auch des ganzen Hauses ist. Der Waschtisch, der Standspiegel und der Hocker kamen ganz konsequent dazu. Bei der Linie BetteLux Oval Couture, der ersten Kollektion mit gepolsterter Stoffverkleidung, haben wir gemeinsam dieses Konzept ein Stück weit fortgeführt.

Welchen Stellenwert hat dabei Material?

SR Einen sehr hohen. Glasierter Titan-Stahl ist schließlich unsere DNA. Das ist das, was wir können. Wir sind überzeugt davon, dass es das beste Material für die Anwendungsbereiche ist, in denen wir tätig sind.

DT Und im glasierten Stahl liegt ja gerade die Chance, den Produkten einen unverwechselbaren Charakter zu geben. Es ist tatsächlich aber so, dass sich der klassische Herstellungsprozess über die Jahrzehnte nur marginal verändert hat. Hier müssen wir in der Zukunft ansetzen, um ein größeres Spektrum an Design und Funktionalität erreichen zu können.

Glasierter Titan-Stahl ist unsere DNA.

Sven Rensinghoff, Marketingleiter bei Bette

Und wie sieht Ihre gemeinsame Zukunftsvision für eine neue Badarchitektur aus?

DT Das Bad wird an Relevanz noch zulegen. Als der wirklich letzte intime Bereich. Das „im Bad sein“ wird immer mehr sinnliches Erlebnis werden, die Produkte werden dementsprechend emotionaler und wohnlicher. Die Architektur verändert sich und verleiht dem Bad mehr Relevanz. Die Badprodukte stehen im direkten Kontakt zu unserem Körper und bekommen somit sicher deutlich mehr Haptik. Dazu wird auch der Umgang mit der Ressource Wasser mehr und mehr eine Rolle spielen. Die Schlagwörter Freiheit, Sinnlichkeit und Wohnlichkeit stehen dabei im Mittelpunkt.

SR Wir fragen uns gegenseitig: Wo gibt es im Bad Bereiche, die wir momentan noch nicht erschlossen haben? Wo können wir den nächsten Schritt in der Badarchitektur gehen, nicht nur punktuell, sondern aufs ganze Sortiment gesehen? Aus einer Innenform viele Stilwelten kreieren – ein Prozess, der uns nach wie vor viel Spaß macht.

Die Produkte werden emotionaler und wohnlicher.

Dominik Tesseraux, freischaffender Produktdesigner 

Worin bestehen die Stärken ihrer Zusammenarbeit? Wie ergänzt man sich, wer bringt was ein?

DT Es ist ein Wechselspiel, in dem das Design meist den ersten Anstoß zum neuen Denken liefert. Der Diskurs ist sehr wichtig und hier zeigt sich dann auch, welche Qualität die Zusammenarbeit wirklich hat. Ein Beispiel für diesen Prozess ist der acht Millimeter gefalzte Rand: Dieser wurde durch das Design initiiert. Das Potenzial war schnell erkannt, und so haben dann alle ein unverwechselbares Merkmal für Bette- Produkte geschaffen.

SR Wir ergänzen uns und werden durch ihn regelmäßig aus der Reserve gelockt und motiviert, den nächsten Schritt zu gehen. Es ist gut, dass jemand von außen Denkanstöße gibt und Prozesse in Gang setzt. Auch wenn sich nicht immer alles eins zu eins umsetzen lässt, aber das gehört zum Dialog zwischen Designer und Unternehmen dazu.

Dominik Tesseraux, lebt und arbeitet in Potsdam. Nach einer Ausbildung zum Möbeltischler und dem Designstudium, arbeitete er bei verschiedenen namhaften deutschen Designbüros. 2001 gründet er tesseraux+partner. © Christof Jakob

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